KUNSTGRIFF 42/2021: Heinz Israel – Dialoge

19. August 2021 - 13:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Kurgastes, Koogstraße 141, 25718 Friedrichskoog,

Veranstalter: Tourismus Service Friedrichskoog, Koogstraße 141, 25718 Friedrichskoog, Telefon: 04854/219010, Mobil: 0170-3275200, E-Mail: info@friedrichskoog.de

 

 

„Verblüffend ist die Vielgestaltigkeit im Schaffen“

 

Heinz Israel, gebürtiger Chemnitzer, gelernter Werkzeugmacher und Grafik-Designer hat jahrelang vor allem Gebrauchsgrafiken für zahlreiche Unternehmen entworfen. Aber damit war irgendwann Schluss und er hat sich der freien Malerei zugewandt.

Heinz Israel malt gern gegenstandslos. Selten sieht man in seinen Bildern figürliches oder eindeutig Erkennbares. Die Bilder entfalten ihre Wirkung allein aus der Dynamik der Farben.

Verblüffend ist die Vielgestaltigkeit in seinem Schaffen. Er nähert sich in seinen Themen oft als Forschender. Da ist ein Material, das ihn fasziniert. Was kann man mit ihm anfangen? Welche Bilder setzt es frei? Welcher Behandlung bedarf dieses Material? Oft entstehen seine Arbeiten aus seiner Neugier.

„Es ist auf einmal da“, sagt er, „man hat zwar eine Vorstellung, wenn man beginnt, aber ob es gelingt oder wirklich so umsetzbar ist, ist offen.“

Er konfrontiert den Betrachter nicht mit einer Anweisung, wie seine Bilder zu sehen sind. „Also ich will gar nichts sagen, das wollen immer nur die Literaten. Ich will mit meinen Bildern zeigen, dass mich etwas so fasziniert hat, dass ich es malen wollte oder musste.“

Wenn man Heinz Israel in seinem Wohnort Möser besuchen möchte, sollte man sich anmelden. Der Mann ist oft mit dem Fahrrad unterwegs. Man findet dann, fast im Wald gelegen, eine Welt vor, die, so scheint es, noch nach eigener Zeitrechnung funktioniert. Sie hat etwas durch und durch Eigenes, die Welt von Heinz Israel und seiner Frau zwischen Haus und Atelier. Wer Muße hat und den Atem dazu, wird in eine Welt eigespannt, die man gut beschreiben kann mit einem Zitat von Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“.

Dass Heinz Israel auch bestens mit Motorsäge und anderen Werkzeugen umgehen kann, zeigen seine Skulpturen. „Wenn ich einen Stein in der Hand habe, weiß ich, was ich daraus mache“, so der Künstler. Er ist immer auf der Suche nach geeigneten Objekten, selbst auf Urlaubsreisen wie z.B. einer Busreise in die Toskana zum berühmten Carrar-Steinbruch. Während die Reisenden sich Mitbringsel am Kiosk kauften, ging Israel am eingezäunten Steinbruch entlang und wurde fündig. Mit verschlammten Schuhen brachte er „seinen“ Stein zum Bus – ein acht Kilogramm schwerer Marmorstein. Übrigens auch Michelangelo holte u.a. Marmor für seine Werke aus diesem Steinbruch. Aus diesem Stein entstand schließlich der Kopf „Spartakus“.

Im Haus des Kurgastes Friedrichskoog zeigt Heinz Israel seine Aquarelle, Öl- und Acrylarbeiten, Emaille-Bilder sowie Skulpturen.

Zur Ausstellungseröffnung liest der Künstler aus seinem Buch „Lebenslinien“.

 

 

Veranstaltungszeitraum: 8. bis 22. August 2021

 

Öffnungszeiten:
bis 22. August von 13 bis 17 Uhr

Eröffnung:
8. August, 17 Uhr

 

 

Heinz Israel: Portrait

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinz Israel: MB20

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinz Israel: Moorabstich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinz Israel: Panik