KUNSTGRIFF 19/2020: Papillon

18. August 2020 - 0:00 Uhr

Veranstaltungsort: Sparkasse Westholstein, Heide, Markt 31, 25746 Heide,

Veranstalter:
Galerie Ostroh`
Hans-Jürgen von Hemm
Spanngrund 77
25746 Ostrohe
Telefon: 0481/2539
Mobil: 0171-2644996
E-Mail: Hans-Juergen.von.Hemm-Ostrohe@t-online.de
Internet: http://hansjuergenvonhemmostrohe.magix.net/

 

 

Großformatige traumhafte Impressionen von Schmetterlingen

Der Dithmarscher Autor und Fotograf Hans-Jürgen von Hemm zeigt unter dem Titel „Papillon“ großformatige traumhafte Impressionen von Schmetterlingen, die mit seiner Digitalkamera aufgenommen wurden. Eine spannende und farbenfrohe Bildershow rundet die Veranstaltung am Eröffnungstag ab.

„Schmetterling, Butterfly, Mariposa, Papillon, Farfallone – in vielen Sprachen fängt das Wort für Schmetterling das Wesen dieses Vertreters der Insektenwelt ein: anmutig, von auffälliger Farbenpracht, schwerelos“.

So schön Schmetterlinge die Vielfalt der Muster und Farben der Natur repräsentieren, so schwierig ist es auch für den ambitionierten Fotografen, diese beweglichen Objekte auf die Speicherkarte zu bannen. Doch gezieltes und überlegtes Herangehen führt auf die Dauer zum Erfolg. Allerdings sollte der Schmetterlingsfotograf in jedem Fall Geduld mitbringen. Mit einem schnellen Schnappschuss dient höchstens mal der Zufall. Das sicherere Instrument ist allemal die Übung, das Sammeln von Erfahrungen mit diesem speziellen „Fotomodell“. Dazu ist natürlich auch ein stimmiger Bildaufbau zu berücksichtigen. Es gibt etliche Gestaltungsvarianten, immer mit Blick auf Bildaufbau und Bildkomposition.

Der Schmetterling ist ein Verwandlungskünstler: Vom Ei – Puppe – Raupe – zum Falter.

In Deutschland leben gerade einmal etwa 3.700 von weltweit über 160.000 Schmetterlingsarten.

Seit Jahren ziehen die schönen und faszinierenden Flattertiere den Fotografen in seinen Bann. Ein Sommer ohne Schmetterlinge ist einfach undenkbar! Leider wird das Vergnügen, einen Schmetterling zu sehen, immer seltener. 80 Prozent der 190 einheimischen Tagfalterarten sind bedroht. Die Zerstörung von Lebensräumen, Umweltgifte und wahrscheinlich auch der Klimawandel sind im großen Rahmen verantwortlich. Aber auch im Kleinen wird es dem Zitronenfalter und Co. schwer gemacht. Häufig finden sie in Parken und Gärten keine heimischen Pflanzen mehr. Mit den vielfältigen Motiven und die kleine Artenvielfalt aus unserer Region will der Ostroher Lichtbildner seinen Beitrag dazu leisten, die Schönheit der Natur ins Bewusstsein zu holen. Eine wichtige Maßnahme ist die Aufklärung der Bevölkerung, denn jeder kann etwas zur Verbesserung der aktuellen Situation beitragen!

Fototechnisch war es für Hans-Jürgen von Hemm schon eine kleine Herausforderung, die flatterhaften bunten Gaukler in Szene zu setzen. Da die Schmetterlingsfotografie weitgehend von der jeweiligen Temperatur abhängt, war es zweckmäßig, am frühen Morgen oder an Tagen, an denen das Sonnenlicht durch dünne Wolkenschleier etwas gedämpft war, zu arbeiten. Für viele Tagfalter ist es dann zwar warm genug, dass sie die Flügel öffnen, aber doch nicht zu warm genug, dass sie gleich davonfliegen.

Ganz besonders wichtig war es dem Fotografen, der etliche Stunden in seinem naturnahen Garten auf der Jagd nach dem Insekt verbracht hat, dass er große Rücksicht beim schönen Hobby der Naturfotografie genommen hat und nicht störend in die ohnehin schon vielfältig belasteten Lebensräume eingriff.

Viele spannende Motive mit unterschiedlicher Schärfentiefe hat von Hemm abgelichtet. Eine Auswahl von etwa 30 Aufnahmen wird in der Heider Sparkasse Westholstein ausgestellt, viele weitere Motive sind auf seiner Homepage zu entdecken.

Basiswissen zum Schmetterling

Schmetterlinge können ohne Flügel eine Größe von 3 mm bis zu 7 cm erreichen. Als größter Schmetterling wird der Kometenfalter aus Madagaskar oder der Königin-Alexandra – Vogelflügler – genannt. Sie haben Flügelspannweiten von über 30 cm. Die kleinsten Falter sind die Zwergmotten mit einer Flügelspannweite von nur zwei Millimetern. Als Falter mit der größten Flügelfläche gilt der Atlasfalter (Attacus atlas L.) aus Südostasien.

Da den Schmetterlingen viele Fressfeinde nachstellen, haben sich im Laufe der Evolution zur Tarnung und Täuschung auf ihren Flügeln häufig Zeichnungen entwickelt, die wie Säugetieraugen aussehen (Beispiel: Tagpfauenauge).

Die Schmetterlinge (Lepidoptera); auch Falter oder Schuppenflügler, bilden eine der artenreichsten Insekten-Ordnungen.

Die wissenschaftliche Bezeichnung bedeutet Schuppenflügler (von griech. λεπις, Schuppe und πτερον, Flügel). Mehr als 160.000 Arten sind bisher bekannt, in Mitteleuropa mehr als 4.000. Etwa 700 neue Arten werden jährlich beschrieben. Dennoch sind sie in Erscheinungsbild und Lebensweise relativ einheitlich.

Sie sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis verbreitet. Als wechselwarme Tiere kommen sie jedoch in Regionen von bis zu 2000 Meter Höhe vor. Viele Arten sind gefährdet.

Ihr Name kommt im Deutschen von dem mittelalterlichen Wort Schmetten für offen stehenden Milchrahm (vgl. tschechisch smetana), von dem sie immer angezogen waren. Die englische Bezeichnung butterfly deutet in die gleiche Richtung und entspricht dem mundartlichen Buttervogel.

Der Begriff Falter hat nichts mit falten zu tun, sondern kommt von flattern, das zum Ausdruck der schnellen Bewegung in althochdeutsch fifaltra (altenglisch fifealde) verdoppelt wurde. Vergleiche auch die urverwandte Bildung lateinisch papilio oder französisch papillon.

Im Dänischen hingegen kennt man den Schmetterling als „Sommervogel“ (sommerfugl).

 

KUNSTGRIFF macht Schule: Ich mache mit!
Mehr Informationen dazu in der Veranstaltung KUNSTGRIFF 03/2020

 

Öffnungszeiten
vom 17. August bis zum 25. September nach den Schalterstunden der Sparkasse Westholstein:
Montag, 8.30 bis 12.30 und 14.00 bis 16.30 Uhr; Dienstag,  8.30 bis 12.30 und 14.00 bis 16.30 Uhr; Mittwoch, 8.30 bis 12.30 Uhr; Donnerstag, 8.30 bis 12.30 und 14.00 bis 18.00 Uhr; Freitag, 8.30 bis 12.30 und 14.00 bis 16.30 Uhr

Eröffnung
mit anschließender Bildershow: Dienstag, 18. August, 19.00 Uhr

Laudator:
Natur- und Heimatkundler Wolfgang Mohr aus Albersdorf, der eigens für diese Ausstellung das Lied „Die Lebensgeschichte des Papillons“ geschrieben hat und zusätzlich repräsentieren wird

 

 

Hans-Jürgen von Hemm: Distelfalter

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Jürgen von Hemm: Kleiner Fuchs

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Jürgen von Hemm: Tagpfauenauge

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Jürgen von Hemm: Schmetterlingsvielfalt

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Jürgen von Hemm: Schmetterlinge im Garten