Künstler stellen sich vor

Uwe Hansmann

Nina Muskat
Christiane Khedim

Uwe Hansmann

Vita
Seit 1999 beschäftige ich mich intensiv mit der Bildhauerei, beginnend mit Stein und Holz (die auch weiterhin meine Hauptmaterialien sind), zeitweise mit Ausflügen in andere Bereiche wie Ton, Porzellan, Mosaik, Bronze und zunehmend auch in den Objektbereich mit immer wieder ganz neuen Materialien, wie Acrylglas oder Wachs. Neu hinzugekommen sind jetzt Druckverfahren mit Linoleum und Holzschnitt.

Immer wieder habe ich festgestellt, dass ich als Zahntechniker schon ganz viele wichtige Voraussetzungen und Fertigkeiten für die Bildhauerei mitbringe, sei es das Wissen um die Anatomie des gesamten Schädelbereichs, das dreidimensionale Arbeiten, die Herangehensweise des Gießens, die Anwendung ganz verschiedener Materialien wie Gips, Kunststoff, Metalle, Wachs oder Keramik und nicht zuletzt die Präzision.

Neu für mich war der wegnehmende (skulptierende) Aspekt im Umgang mit Material, da man in meinem Beruf eher aufbauend (plastizierend) arbeitet.

Um mich im Blick und Wissen über die Anatomie des Menschen zu üben, habe ich diverse Aktzeichnen- und –Modellierkurse besucht und bei verschiedenen Künstlern Kurse belegt, um die Bildhauerei erst vom Handwerklichen zu begreifen und dann unterschiedliche Herangehensweisen und Blickwinkel kennenzulernen, um die künstlerischen Aspekte zu verstehen.

Schon oft wurde ich auf die Vielzahl meiner Ideen bzw. die Vielfalt meiner Arbeiten angesprochen. Ich habe viele Interessen und Neigungen, bin dadurch vielfältig und bin von jeher auch an der Natur in ihrer kleinsten, für viele fast unsichtbaren Ausprägung interessiert, seien es Insekten oder Planzenteile in ihren oft geometrischen Formen und Strukturen. Zudem habe ich mir einen diffusen Blick erhalten, um Formen in Dingen zu sehen, die so eigentlich gar nicht da sind und die ich dann in abstrakten Arbeiten umsetze.

Spannend ist es auch, ursprünglich zweckgebundene Dinge in einen anderen Kontext zu bringen, um so ihre Ästhetik aufzuzeigen oder eine bestimmte Aussage zu treffen.

Eine Reise durch die Kunst

Uwe Hansmann

Vielseitigkeit und Neugierde führen mich in der Bildhauerei zu unterschiedlichsten
Themen, Formen, Materialien und Arbeitsweisen.
Die wichtigsten Materialien sind Stein und Holz, des weiteren die Erden Ton und Porzellan
sowie andere Materialien, die je nach Idee und Aufgabe zum Einsatz kommen, um ein
bestimmtes Ergebnis zu erreichen.

Da unsere Zivilisation bestrebt ist sich von der Natur, ihrem ständigen und immerwährenden
Werden und Vergehen (sprich Tod) loszusagen, ist es mir ein besonderes Anliegen mit
meinen Arbeiten dieser Tendenz zu Sterilität, Technik und Abstraktion entgegen zu treten.
Ich möchte den Naturmaterialien Stein und Holz durch die Bearbeitung vom rohen
Steinblock bzw. Holzstamm zu – fragilen/ zarten

– organischen
– weichen
– dynamischen / schwebenden

Formen ihre innere Schönheit sichtbar machen/ hervorheben, ihren Wert damit aufzeigen
und meine Arbeiten in die denaturalisierten Lebensbereiche bringen.

Auch nutze ich für Formgebung und Oberflächenbehandlung gerne die Elemente Feuer und Wasser bei meinen Holzarbeiten. Einige brenne oder flamme ich, für andere Arbeiten nutze
ich Treibhölzer, die vorab schon von Wasser und Wind geformt worden sind, und die ich durch vorsichtige Bearbeitung ihre Ästhetik zurückgebe.

Formgebung und Charakter meiner Skulpturen werden häufig von der Natur/ dem Meer
inspiriert. Offene Formen spielen mit dem Raum/ der Umgebung.

„Bei der Suche nach den Formen und ihrem Charakter lasse ich mich von der Vielfalt und
Schönheit der Natur leiten, denn wir können nicht perfekter sein als sie, wir müssen nur
fähig sein ihre Ästhetik zu erkennen.

Sie hat weit über unsere Vorstellungskraft hinaus
unendlich viele Formen entwickelt.

Durch meine plastischen Arbeiten möchte ich den Anstoß geben die Sinne zu schärfen, um
die Welt aus einem erweiterten Blickwinkel wahrnehmen zu können; das kleine vermeintlich
Unscheinbare zu sehen und sich daran zu erfreuen.“

Ausführliche Biographie

Biographische Daten
1962 geboren in Hannover
1979 Beginn einer Zahntechnikerausbildung
1979 – 2001 Musiker in diversen Bands
1985 intensive Beschäftigung mit der Fotografie
1995 erster Kontakt zur Bildhauerei
1998 Zahntechnikermeister
ab 1999 Belegung von Kursen bei freischaffenden

KünstlerInnen und der Hochschule Bremen:

Friedel Terbrüsch – Aktzeichnen
Rosa Jaisli – Steinbildhauerei
Luella B. Strauss – Holzbildhauerei
Sabine Emmenrich – Aktmodellieren
Helga von Häfen – Zeichnen
Gunther Gerlach – Holzbildhauerei
Isabell Valecka – Objekte
Stefan Saxen – Steinbildhauerei mit Sandstein
Peter Rosenzweig +
Claudia Farina – Steinbildhauerei mit Marmor (Italien)
Marianne Klein – Aktzeichnen
Stefan Saxen – Aktzeichnen
Sharla Czehowsky – Tonmodellieren
Stefan Saxen – Tonmodellieren nach Modell und Gipsduplikat
Stefan Saxen – Reliefmodellieren
Irmtraut Fliege – Mosaik
Regina Jensen – Porzellanmodellieren
Tita do Rego Silva – Holzschnitt

2001 Gründung eines Literaturkreises / Lesungen
2004 Eintritt in die Ateliergemeinschaft „Siebenrutenweg“
ab 2005 über 70 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Bremen, Oldenburg,
Bruchhausen-Vilsen, Worpswede, Syke, Weyhe, Hannover, Lüneburg,
Bremerhaven, Bassum, Dorum, Heide u.a. im Overbeck-Museum, bei der Kap-Hoorn-Art, im Blauen Haus,  mehrfache Beteiligung beim Bildhauersymposium Sudweyhe
2007/09 Bildhauerprojekt Grundschule Oslebshausen
ab 2009 Mitglied in den Kunstvereinen „Kunst in der Provinz“ und „ART-Projekt“,
Gruppe 260, Blaues Haus Worpswede, panopticon
2012 Gründung der „Ateliergemeinschaft Brauerstrasse“ in Bremen-Hemelingen
2017 nach 16-jähriger Musikabstinenz Gründung einer Band
2024 Lesung im Sujet-Verlag verbunden mit der Konzeptausstellung
„Der Mensch geht, die Erde bleibt“
2025 Beendigung der Berufstätigkeit als Laborleiter und Zahntechnikermeister
2026 Freischaffender Künstler im bildhauerischen, musischen und literarischen
Genre

Uwe Hansmann
Atelier Brauerstrasse
Bremen-Hemelingen
Brauerstrasse 15 – 21
0160/93 83 2019

www.hansmann-sculpture.de

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