KUNSTGRIFF 39/2018: Wer im Glashaus sitzt, …

2. September 2018 - 15:00 - 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: H. Diener Sohn , Schülper Chaussee 10, 25764 Schülp,

Veranstalter:
Daniela und Wolfgang Wehrmeier
Alte Schule Tiebensee
Tiebenseer Straße 18
25792 Neuenkirchen
Telefon: 04837/3489938
E-Mail: artelier@wehrmeier-design.de
Internet: www.alte-schule-tiebensee.de

Zeitgenössische Kunst – KULT-NACHT – Vortrag

Ungewöhnliche Arbeiten erfordern einen ungewöhnlichen Ort! Und solch ein unkonventioneller Ort um Kunst zu zeigen ist das Gewächshaus von Olaf Diener in Schülp. In lichtdurchfluteter Atmosphäre und mit einer Fläche von 300 qm bietet das Glashaus ausreichend Raum für eine große Gemeinschaftsausstellung. Wo sonst Begonienknollen sortiert werden oder Kohlsetzlinge auf ihre Kultivierung warten, werden nun “Kulturen“ der anderen Art erlebbar: eine spannungsreiche Ausstellung von Bildern und Objekten unterschiedlicher Kunstgattungen.

Aus Schleswig-Holstein, Dänemark und Niedersachsen kommen die 11 Künstler, die ihre Gedanken und Interpretationen zum Sprichwort “Wer im Glashaus sitzt, …“ zeigen. Malerei, Grafik, Holzschnitt, Fotografie, Skulpturen und Objekte aus Stein, Bronze, Stahl und Textil – an drei Wochenenden sind die Besucher eingeladen zum Entdecken und Betrachten, Nachdenken und Diskutieren, Freuen und – auf Wunsch auch – Erwerben.

Zur Vernissage und Finissage wollen alle Künstler anwesend sein.

Freuen Sie sich auf die Arbeiten folgender Künstler:

Renate Basten (Malerei und Grafik)

„Für mich gilt es, beim Schaffen offen zu sein, mit wenig vorgefassten Ideen an jede Arbeit heranzugehen. Im Wechsel zwischen intuitivem Herantasten, energischem Tun und gelassenem Betrachten, lasse ich mich vom Material und den sich entwickelnden Arbeitsspuren führen.“

Jürgen Baum (Malerei)

„Der Prozess macht das Bild. – Ohne festgelegte Bildidee experimentiere ich mit verschiedenen, oft unverträglichen Materialien, z.B. Wasser und Öl, und bringe auf der Leinwand zusammen, was nicht füreinander bestimmt ist, wo es sich in dem Rahmen arrangiert, den ich ihm gebe.“

Jane Boes (Mixed Media)

Die junge Dänin experimentiert frech, spritzig und auch mal humorvoll mit unterschiedlichen Materialien – ihre Kreativität scheint unerschöpflich. Jane Boes vereint Ausdrucksformen aus Grafik und Malerei zu einer neuen, künstlerischen Sprache.

Linda Hamkens (Bronzeskulpturen, Upcycling)

Linda Hamkens Bronzeskulpturen sprechen ihre ganz eigene Sprache. Im Upcycling hat sie weitere Ausdrucksmöglichkeiten gefunden und verwandelt Müll – vorwiegend Alupapiere – in denkwürdige, appellierende Bilder und Objekte.

Gerhard Hermanns (Farbholzschnitt)

Der 2015 verstorbene Künstler entwickelte eine einzigartige malerisch-impressionistische Bildsprache unter Ausnutzung der natürlichen Beschaffenheit der Hölzer. Er beherrschte die Technik des Farbholzschnitts in meisterlicher Perfektion bis hin zum Handdruck.

Manuel Knortz (Druckgraphik)

Impressionen, Sehnsüchte, Erinnerungen – alles verdichtet sich in seinen Arbeiten zu einem Reiseerleben zwischen Innen- und Außenansicht. „Die Bevorzugung des Holzschnitts datiert aus meiner Kindheit. Wenn ich mit den Walzen hantiere, dem Schmatzen der Farbe auf dem Stein lausche und mich dem sinnlichen Genuss hingebe, das Papier vom Druckstock zu ziehen, bin ich glücklich.“

Ulrich Schmied (Eisenbildhauerei, Skulpturen)

Eisen hat viele Gesichter und Ulrich Schmied weiß, wie man sie sichtbar macht. Der Metallkünstler nennt sich auch „Poet des Hammers!“ Mit künstlerischer Fantasie und handwerklichem Geschick schafft er immer wieder neue sinnliche Objekte.

Inger Holst Sørensen (Textilkunst)

Die Dänin aus Løgumkloster sagt „Meine Leidenschaft ist das textile Handwerk mit dem Wunsch eigene Spuren zu hinterlassen.“ In den letzten Jahren sind neben den Web-Arbeiten immer mehr 3-dimensionale Textil-Skulpturen entstanden.

Daniela Wehrmeier (Fotografie, Fotografik)

Fotografie ist für Daniela Wehrmeier nicht bloße Dokumentation, sondern die Visualisierung ihrer Gedanken und Gefühle. Ihre besondere Leidenschaft gilt der abstrakten und experimentellen Fotografie. In foto-grafischen Bildkompositionen gibt sie ihren Fantasien eine sichtbare Gestalt.

Wolfgang Wehrmeier (Fotografie, Fotografik)

„Fotografie bedeutet für mich: Fotomotive bemerken, sie optisch wahrnehmen und gleichzeitig das Gesehene, die Situation empfinden und verinnerlichen. In der weiteren Bearbeitung verdichten sich meine Fotografiken auf das Wesentliche, Gefühl und Motiv verbinden sich.“

Gudrun Wolff-Scheel (Steinbildhauerei)

„Sandstein ist ein starker Partner, der meinen Absichten und meinen Vorstellungen einen natürlichen und fruchtbaren Widerstand entgegensetzt. Der Stein fügt sich der Bearbeitung nur soweit, wie es seinem Charakter entspricht: er zwingt zur Reduktion und zur klaren formalen Aussage.“

Sonderveranstaltungen:

Vortrag G. Wolff-Scheel: “Skulptur als Bildlichkeit“

Sonntag, 26. August, 16 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde, Eintritt frei

Gudrun Wolff-Scheel hält ein Essay zum Thema “Skulptur als Bildlichkeit“. Die Steinbildhauerin nimmt uns in Ihrem Essay mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der Skulptur von der Ur-und Frühgeschichte bis hin zur Neuzeit. Am Beispiel bedeutender Werke werden unterschiedliche Techniken und Materialien angesprochen, ebenso wie die Besonderheiten der jeweiligen kunsthistorischen Epochen.

KULT-NACHT 2018: Wort–Bild–Klang im Glashaus

Samstag, 1. September, 19 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Es gibt endlich eine Neuauflage der KULT-NACHT. Ab 19 Uhr beginnt ein vielseitiges kulturelles Programm aus Musik, Wortbeiträgen und Bildwelten. Feiern Sie mit den Künstlern ein beschwingt-gemütliches Fest für alle Sinne! Das Programm finden Sie unter Veranstaltungs-Nummer 49/2018

Kunstgriff macht Schule – Wir machen mit. Mehr Infos in der Veranstaltung 03/2018

Öffnungszeiten:   Sa, 25. 8. / So, 26. 8. / Fr, 31. 8. / Sa, 1. 9. / So, 2. 9. / Fr, 7. 9. / Sa, 8. 9. / So, 9. 9. jeweils 15 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung

Vernissage: Samstag, 25. August, 16 Uhr

Vortrag: Essay G. Wolff-Scheel: Sonntag, 26. August, 16 Uhr

KULT-NACHT: Samstag, 1. September, siehe Veranstaltung 49/2018

Finissage: Sonntag, 9. September, 16 Uhr

Renate Basten: Smal blue 16

Juergen Baum: Pro aging

Jane Boes; Vejrtrækning / Atmung

Linda Hamkens: Drei traurige Gestalten

Gerhard Hermanns: Das Lied der Freiheit

Manuel Knortz: Lighthouse and Village

Inger Holst Sørensen: Forpjusket / Strubbelig

Ulrich Schmied: Bootshaus

Daniela Wehrmeier: Nie mehr Krieg I

Wolfgang Wehrmeier: C-Seefahrt

Gudrun Wolff-Scheel: Moi Während der Ausstellung arbeitet sie an einer Steinskulptur